Pinterest als Marketingtool

Wenn Ästhetik auf Performance trifft

8. September 2026

Pinterest und schöne Bilder? Klar.
Pinterest und knallharte Performance? Das kennen die meisten nicht!

Die Plattform hat sich längst vom digitalen Moodboard zu einem Marketingkanal entwickelt, auf dem Inspiration und Kaufabsicht sehr nah beieinanderliegen.

Menschen öffnen Pinterest nicht nur, um sich berieseln zu lassen. Sie planen das nächste Wohnzimmer, das Hochzeitsoutfit, eine Reise, ein neues Beauty-Produkt oder sogar das nächste Auto.

Für Marken entsteht genau in diesem Moment eine ziemlich interessante Ausgangslage: Sie treffen auf Menschen, bevor die Kaufentscheidung gefallen ist, aber während sie bereits darüber nachdenken.

Nahaufnahme eines Tablets mit geöffneter Pinterest-App im App Store. Daneben liegt ein weisser Eingabestift auf dem Bildschirm. | SR-STUDIOS

Schön aussehen reicht nicht. Schön verkaufen schon.

Dass Pinterest mehr kann als Awareness, zeigen aktuelle Zahlen aus Deutschland.

Gemeinsam mit Nielsen und Circana untersuchte Pinterest 14 Werbekampagnen von zehn Marken aus dem Konsumgüterbereich. Dabei wurde vereinfacht gesagt verglichen, wie sich die Verkäufe in Regionen mit Pinterest-Werbung gegenüber vergleichbaren Regionen ohne diese Werbung entwickelten.

Das Ergebnis: Bei allen untersuchten Kampagnen konnte ein statistisch signifikanter Anstieg der Offline-Verkäufe festgestellt werden. Im Durchschnitt erzielten die Kampagnen einen ROAS von 1,8x – pro investiertem Werbe-Euro wurden also rechnerisch rund 1,80 Euro Umsatz erzielt.

Das Spannende daran? Wir sprechen hier nicht über Klicks, Saves oder hübsche Engagement-Raten. Wir sprechen über Produkte, die tatsächlich verkauft wurden.

YSL Beauty zeigt, was passiert, wenn eine Ad Pinterest versteht

Für die Loveshine-Kampagne setzte die Marke nicht einfach bestehende Werbemittel auf Pinterest ein, sondern übersetzte die Kampagne in die visuelle Sprache der Plattform: Hochglanz-Creatives, Collagen und eine Anbindung an den Pinterest Predicts Trend «Biker-Boho».

Das Ergebnis: Die Handlungsabsicht bei den 25- bis 34-Jährigen stieg um 2,1 Prozentpunkte, der Ad Recall durch Premiere Spotlight um 5,3 Prozentpunkte. Zusätzlich wurde ein signifikanter Anstieg der Verkäufe im Einzelhandel gemessen.

Der Erfolg lag nicht nur in der Reichweite der Kampagne, sondern in ihrer Umsetzung. YSL Beauty schuf Ads, die sich visuell wie ein natürlicher Teil von Pinterest anfühlten – inspirierend, hochwertig und nah an den Trends der Plattform.

Video Thumbnail

Und Pinterest verkauft plötzlich.. Autos?

Für die Einführung des vollelektrischen EX30 testete Volvo Pinterest Performance+ gegen das bisherige manuelle Kampagnen-Setup. Während Volvo weiterhin über Kampagnenziele und Creative Direction entschied, übernahm die Automatisierung von Pinterest unter anderem Targeting und Optimierung.

Das Performance+-Setup erzielte 30 % mehr Conversions als die manuell gesteuerten Kampagnen und 7,6 % mehr Aufrufe von Conversion-Seiten.

Gerade dieser Case räumt mit einem weiteren Pinterest-Klischee auf.

Es geht eben nicht nur um Interior, Fashion, Hochzeiten und Rezepte. Entscheidend ist vielmehr, ob Menschen etwas planen, vergleichen, entdecken oder sich eine Zukunft vorstellen können und ein neues Auto gehört genauso dazu.

Video Thumbnail

Was Marken daraus lernen können

Das vielleicht wichtigste Pinterest-Learning ist deshalb nicht: «Wir brauchen schönere Pins». Es ist das Zusammenspiel davon.

Ästhetik schafft Aufmerksamkeit, Relevanz sorgt dafür, dass die Marke zur aktuellen Planung passt. Ads geben der Inspiration Reichweite und ein durchdachtes Full-Funnel-Setup macht daraus messbare Performance.

Wie weit dieser Effekt reichen kann, zeigt übrigens auch Weleda: Mit nativem Creator-Content und einer Full-Funnel Kampagne erzielte die Marke unter anderem einen Sales Lift von 8,1 % bei Babyprodukten und 11,8 % über das gesamte Hautpflege-Portfolio im stationären Handel.

Pinterest ist damit eine der wenigen Plattformen, bei denen Werbung im besten Fall genau das ist, wonach Nutzer:innen ohnehin suchen: Eine gute Idee für das, was als Nächstes kommt.

Und genau deshalb sollte Pinterest nicht nur als Inspirationsplattform betrachtet werden, sondern als Marketingtool, bei dem Ästhetik und Performance erstaunlich nah beieinanderliegen.

🔍 Resource Hub