Zwischen Food
und Feingefühl

Ein Blick hinter die Kulissen von «SR-STUDIOS has great taste»

18. Juni 2026

Die Desserts sind gegessen, die letzten Sujets veröffentlicht und die Röhrenfernseher wieder zurück im Regal.

Was auf Social Media während drei Wochen sichtbar wurde, begann nicht erst mit dem ersten Posting. Und auch nicht mit unserem Drehtag im Februar.

Zwischen den ersten Ideen und dem finalen Kampagnenstart lagen Monate voller Konzeptarbeit, Moodboards, kreativer Diskussionen und Detailarbeit. Denn starke Kampagnen entstehen selten spontan. Sie entstehen durch Vorbereitung, Entscheidungen und manchmal auch den Mut, Dinge anders zu machen.

Während wir im ersten Chitchat die Idee hinter «SR-STUDIOS has great taste» erklärt haben, möchten wir diesmal über etwas anderes sprechen: Was wir während der Kampagne gelernt haben, über die Menschen hinter den Bildern, die Reaktionen auf die Kampagne und darüber, warum wir uns bewusst gegen einige klassische Marketing Regeln entschieden haben.

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Warum wir diese Kampagne überhaupt gebraucht haben

Für uns war «SR-STUDIOS has great taste» mehr als eine Kampagne. Sie war ein Perspektivenwechsel.

Seit über zweieinhalb Jahren entwickeln wir Strategien, Inhalte und Kampagnen für Unternehmen und Einzelpersonen unterschiedlichster Branchen. Unsere Aufmerksamkeit galt dabei fast ausschliesslich den Projekten unserer Kund:innen.

Über uns selbst haben wir hingegen kaum gesprochen. Viele kennen unsere Arbeit, aber nur wenige wissen, wer eigentlich dahinter steht.

Genau deshalb stellt sich irgendwann eine Frage: Wie erzählt man die eigene Geschichte, ohne einfach zu behaupten, wie gut man ist? Die Antwort war für uns überraschend einfach. 

Indem man genau das macht, was man auch für Kund:innen tun würde.

Eine Idee entwickeln. Eine Geschichte erzählen. Und die Arbeit für sich sprechen lassen.

Weniger erklären und mehr zeigen

Eine der häufigsten Fragen, die wir während der Kampagne erhalten haben, war überraschend simpel: «Verstehen die Leute überhaupt, worum es geht?»

Die ehrliche Antwort: Am Anfang wahrscheinlich nicht vollständig. Und genau das war Teil der Idee.

Wir leben in einer Zeit, in der beinahe alles sofort erklärt wird. Jeder Beitrag kommt mit einer Einordnung, einer Zusammenfassung und oft gleich noch mit der gewünschten Interpretation.

Wir wollten bewusst einen anderen Weg gehen. Nicht weil wir möglichst geheimnisvoll sein wollten. Sondern weil wir neugierig waren, was passiert, wenn man Menschen etwas mehr zutraut. Wenn man ihnen Raum lässt, eigene Verbindungen herzustellen, eigene Gedanken zu entwickeln und eigene Fragen zu stellen.

Natürlich gab es auch intern Diskussionen darüber. Erklären wir zu wenig? Verstehen die Leute den Zusammenhang? Sollten wir früher auflösen, worum es eigentlich geht?

Rückblickend würden wir sagen: Die Entscheidung war richtig. Nicht alles muss bis ins kleinste Detail erläutert werden. Menschen mögen es, Dinge selbst zu entdecken. Sie mögen Geschichten, die sich nach und nach entfalten.

Gleichzeitig haben wir gelernt, dass die Balance entscheidend ist. Zu viele offene Fragen führen dazu, dass weitergescrollt wird, während zu viele Antworten jede Spannung nehmen. Die Kunst liegt irgendwo dazwischen.

Gute Kampagnen funktionieren wie gute Geschichten

Während der Konzeptphase haben wir uns intensiv mit internationalen Kampagnen beschäftigt. Dabei wurde uns erneut bewusst, dass die stärksten Kampagnen selten aus einem einzelnen Beitrag bestehen. 

Sie funktionieren nicht, weil man sie einmal sieht. Sie funktionieren, weil man ihnen immer wieder begegnet und weil sie sich weiterentwickeln, indem sie neue Facetten zeigen und Menschen neugierig machen, was als Nächstes kommt. Fast wie ein Cliffhanger.

Genau deshalb war «SR-STUDIOS has great taste» nie als einzelnes Posting gedacht. Die verschiedenen Sujets, Videos, Blogbeiträge und Newsletter sollten sich gegenseitig ergänzen und nach und nach ein grösseres Bild ergeben.

Denn Aufmerksamkeit entsteht oft in Sekunden. Interesse entsteht über Zeit.

Über eine halbe Million Impressionen später

Heute, einige Wochen nach dem Kampagnenstart, können wir auf weit über 500’000 Impressionen allein auf Meta zurückblicken.

Noch spannender als jede Kennzahl waren für uns jedoch die Gespräche, die daraus entstanden sind. Die Rückmeldungen von Kund:innen, Partner:innen und Menschen, die unsere Arbeit bereits kannten, aber erstmals einen Blick hinter die Marke SR-STUDIOS werfen konnten.

Denn «SR-STUDIOS has great taste» war nie als Performance- oder Conversion-Kampagne gedacht. Ihr Ziel war Awareness. Wir wollten sichtbar machen, wer wir sind, wie wir denken und wie wir Kommunikation verstehen. Umso mehr hat uns gefreut, dass viele Gespräche nicht bei der Ästhetik der Kampagne aufgehört haben. Immer wieder wurde über die wiederkehrenden Food-Motive, die bewusst offene Erzählweise und die Idee hinter der Kampagne diskutiert. Genau das machte sie zu einem vollen Erfolg.

Die Desserts waren deshalb nie Selbstzweck. Sie waren ein Symbol für etwas Grösseres: Für die Frage, was guter Geschmack eigentlich bedeutet und warum er weit über Oberflächen hinausgeht.

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Klein im Team. Gross in den Ideen.

Die Kampagne hat uns vor allem eines bestätigt: Man muss nicht gross sein, um grosse Ideen umzusetzen.

«SR-STUDIOS has great taste» war unsere erste Kampagne, mit der wir bewusst über uns selbst gesprochen haben. Nicht, um laut zu sein und nicht, um Aufmerksamkeit um ihrer selbst willen zu erzeugen. Sondern um sichtbar zu machen,was unsere Arbeit seit der Gründung prägt: Neugier, Feingefühl und die Überzeugung, dass gute Kommunikation dort entsteht, wo Strategie, Kultur und Kreativität aufeinandertreffen.

Oder anders gesagt: Guter Geschmack zeigt sich nicht im ersten Eindruck. Sondern im Nachgeschmack.