How to: LinkedIn Newsletter

So funktioniert das Format und warum unser Chitchat ein anderes Zuhause hat

22. Juli 2026

LinkedIn ist längst nicht mehr nur eine Plattform für die Jobsuche, Unternehmensupdates und Networking. Die Grenzen zwischen Social Media, Blog und Newsletter verschwimmen immer stärker und genau hier kommt der LinkedIn Newsletter ins Spiel.

Das Feature gibt es zwar bereits seit einigen Jahren, doch gerade für Unternehmen, Expert:innen und Personal Brands wird es immer interessanter. Der Grund: Fachwissen lässt sich direkt dort teilen, wo die eigene Community bereits aktiv ist.

Die Idee dahinter klingt simpel: Warum Menschen erst auf eine Website holen, wenn man ihnen wertvolle Inhalte direkt dort liefern kann, wo sie sowieso schon unterwegs sind? 

Doch genau hier wird es spannend. Denn ein LinkedIn Newsletter ist zwar ein starkes Content-Tool, aber ist er wirklich ein Ersatz für einen eigenen Blog oder einen klassischen Newsletter? Die kurze Antwort: Nein. Er erfüllt einfach eine andere Aufgabe.

Und genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, welche Rolle LinkedIn Newsletter, Corporate Blogs und eigene Newsletter im Content-Marketing spielen.

Benutzeroberfläche von LinkedIn in welcher man die Funktion der LinkedIn Newsletter sehen kann. | SR-STUDIOS
So kann dein fertiger LinkedIn Newsletter aussehen

Was ist ein LinkedIn Newsletter eigentlich?

Der Name sorgt etwas für Verwirrung. Denn ein LinkedIn Newsletter funktioniert nicht wie ein klassischer Newsletter, den du über ein eigenes E-Mail-Marketing-Tool an deine Abonnent:innen verschickst.

Vielmehr handelt es sich um eine Publishing-Funktion innerhalb von LinkedIn: Du veröffentlichst längere Artikel direkt innerhalb des LinkedIn-Ökosystems und deine Community kann diesen Inhalten folgen. Sobald eine neue Ausgabe erscheint, erhalten deine Abonnent:innen Benachrichtigungen innerhalb von LinkedIn und teilweise zusätzlich per E-Mail – solange sie die Benachrichtigungen aktiviert haben.

Der grösste Vorteil: Die Einstiegshürde ist extrem niedrig. Deine LinkedIn Follower bekommen beim ersten Posten automatisch eine Einladung zu deinem Newsletter geschickt und können diese mit einem Klick annehmen. Niemand muss zuerst ein Formular ausfüllen oder seine E-Mail-Adresse eingeben. Aber: Diese automatische Einladung wird nur ein einziges Mal pro Follower versendet.

Um einen LinkedIn Newsletter erstellen zu können, muss die Funktion für dein Profil oder deine Unternehmensseite freigeschaltet sein. LinkedIn aktiviert diese Möglichkeit abhängig von verschiedenen Faktoren wie Aktivität, Community-Grösse und regelmässiger Veröffentlichung von Inhalten.

Ist die Funktion verfügbar, lässt sich der Newsletter direkt über den LinkedIn-Beitragseditor einrichten. Dort können Titel, Beschreibung, Erscheinungsrhythmus und das visuelle Erscheinungsbild festgelegt werden.

Video Thumbnail

LinkedIn Newsletter, Blog oder eigener Newsletter? Wo liegt der Unterschied?

Auf den ersten Blick sehen die drei Formate ziemlich ähnlich aus. Alle können längere Inhalte transportieren und Wissen teilen. Trotzdem verfolgen sie unterschiedliche Ziele.

Der LinkedIn Newsletter Reichweite innerhalb der Plattform

Der LinkedIn Newsletter spielt seine Stärke dort aus, wo LinkedIn sowieso stark ist: bei Reichweite und Community-Aufbau. Er eignet sich besonders für:

→ Personal Branding
→ Thought Leadership
→ schnelle Verbreitung von Fachwissen
→ den Aufbau einer Community innerhalb von LinkedIn

Der Vorteil: Deine Inhalte landen direkt dort, wo deine Zielgruppe bereits unterwegs ist.
Der Nachteil: Die Beziehung bleibt innerhalb der Plattform.

Der eigene Blog Dein langfristiges Content-Zuhause

Ein Corporate Blog ist deutlich mehr als eine Ansammlung von Artikeln. Er ist deine eigene Plattform, dein digitales Archiv und deine langfristige Content-Basis. Genau deshalb gibt es unseren Chitchat Blog. Hier entscheiden wir selbst:

→ wie Inhalte aussehen
→ wie Nutzer:innen durch die Website navigieren
→ welche weiteren Inhalte sie entdecken
→ welche nächsten Schritte möglich sind

Ausserdem profitieren unsere Inhalte von Suchmaschinenoptimierung. Ein guter Artikel kann auch Monate oder Jahre später noch über Google gefunden werden und neue Besucher:innen auf unsere Website bringen.

Kurz gesagt: Der Blog arbeitet langfristig für die Marke.

Der eigene Newsletter Die direkte Verbindung zur Community

Unser eigener Newsletter verfolgt wiederum ein anderes Ziel. Während der Blog öffentlich für alle zugänglich ist, bauen wir über unseren Newsletter eine direkte Beziehung zu Menschen auf, die bereits Interesse an SR-STUDIOS haben. Hier geht es weniger um Reichweite und mehr um Bindung:

→ neue Chitchat Artikel teilen
→ Einblicke aus der Agentur geben
→ relevante Social Media Updates versenden
→ unsere Community regelmässig erreichen

Der grosse Unterschied: Diese Kontakte gehören uns. Wir bauen keine Community auf gemietetem Boden, sondern bauen eine eigene Verbindung auf.

Warum wir bei SR-STUDIOS trotzdem auf unseren Chitchat Blog setzen

Jetzt könnte man sich fragen: Wenn der LinkedIn Newsletter doch so praktisch ist – warum veröffentlichen wir diesen Artikel dann nicht einfach dort?

Die Antwort: Weil unser Ziel nicht nur Reichweite ist. Reichweite ist wichtig. Aber nachhaltiger Content braucht ein Zuhause.

  1. Wir wollen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern langfristige Sichtbarkeit
    Ein LinkedIn Newsletter lebt innerhalb der Plattform. Unser Chitchat Blog lebt auf unserer Website.
    Wenn wir Zeit in einen ausführlichen Fachbeitrag investieren, möchten wir, dass dieser Inhalt auch über Suchmaschinen gefunden wird und langfristig neue Menschen erreicht.
    Denn ein guter Artikel verschwindet nicht nach drei Tagen aus dem Feed.
  2. Wir wollen unsere Community selbst aufbauen
    LinkedIn ist eine starke Plattform – aber am Ende bleibt sie eine Plattform, die jemand anderem gehört.
    Follower und Newsletter-Abonnent:innen auf LinkedIn sind wertvoll. Trotzdem haben wir keinen direkten Zugriff auf diese Kontakte.
    Unsere eigenen Newsletter-Abonnent:innen hingegen haben sich bewusst entschieden, mit uns in Kontakt zu bleiben.
    Das macht den Unterschied zwischen Reichweite und echter Beziehung.
  3. Wir wollen Inhalte so gestalten, wie sie zur Marke passen
    Auf LinkedIn gibt es klare Grenzen: Layout, Struktur und Nutzer:innenführung sind vorgegeben.
    Auf unserer Website können wir Geschichten anders erzählen:
    Mit passenden Bildern, weiterführenden Inhalten, Cases, Services und genau der User Journey, die zu uns passt.

Unser Fazit: Kein Entweder-oder, sondern ein Zusammenspiel

Der LinkedIn Newsletter ist kein schlechteres Format. Ganz im Gegenteil: Für viele Unternehmen und Personal Brands kann er ein richtig starkes Werkzeug sein. Aber er ersetzt nicht den eigenen Blog und auch nicht den eigenen Newsletter.

Unsere Lieblingskombination? Website als Zuhause. LinkedIn als Verstärker. Newsletter als direkte Verbindung.

Unser Chitchat Blog ist der Ort, an dem unsere Gedanken, Learnings und Trends langfristig bleiben. LinkedIn hilft uns dabei, diese Inhalte sichtbar zu machen. Und unser Newsletter bringt sie direkt zu den Menschen, die wirklich daran interessiert sind.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, irgendwo Inhalte zu veröffentlichen. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen und strategisch zu denken.

P.S.: Du willst keinen Chitchat verpassen? Dann melde dich für unseren Newsletter an. ☕️

🔍 Resource Hub